Deine Zeit
Mein Schweigen 

Deine Zeit
Mein Atem 

Deine Zeit
Meine Kraft 

Dein Schweigen
Mein Atem 

Dein Schweigen
Meine Kraft 

Dein Schweigen
Meine Zeit 

Dein Atem
Meine Kraft 

Dein Atem
Mein Schweigen 

Dein Atem
Meine Zeit

Renate Köbler

 

 

 

 

Deine Kraft

Mein Atem

 

Deine Kraft

Mein Schweigen

 

Deine Kraft

Mein Geheimnis

 

 

 

Renate Köbler

Advertisements

Erzählkunst, Fragen und Hoffnung auf Heimat: Gespräch mit zwei Bischöfen der altorientalischen Kirchen.

p1030223-3Am Samstag, den 14. Oktober brechen wir zu zwei Besuchen auf.
Wir werden uns zuerst mit Mor Clemis Daniel Malak Kourieh, Erzbischof der Syriac-Orthodox-Church treffen. „Syriac“ bedeutet, dass dies eine weitere aramäisch-sprachige Kirche ist.
Links über ihm hängt sein Bild. Neben dem Bischofskreuz hat er ein Marienmedaillon umhängen. Das kommt daher: „Erzählkunst, Fragen und Hoffnung auf Heimat: Gespräch mit zwei Bischöfen der altorientalischen Kirchen.“ weiterlesen

Straßen von Beirut

Praktisch jeder Blick eröffnet bei einem Spaziergang neue und spannungsreiche Eindrücke: direkt nebeneinander liegen superneue Hochhäuser und verfallende Villen aus der Kolonialzeit, schlichte Wohnblocks mit improvisiertem Sonnenschutz und leerstehende Abbruchhäuser, die wohl manchmal von Flüchtlingen bewohnt werden.

beirut-hauser-ii

Überall stehen noch Ruinen aus dem Krieg. Die Bautätigkeit ist enorm, aber unkoordiniert. In Fortsetzung der Strandpromenade ist aus dem Schutt der Innenstadt das Gelände für einen neuen Jachthafen aufgeschüttet worden. An schmalen Gehwegen drängen sich in den Straßen kleine Geschäfte und Werkstätten, daneben gibt es Designermode, Juwelierläden  und Galerien. Die Dichte an Imbissen, Pubs und Restaurants ist beeindruckend. – Solche chaotischen Verhältnisse setzen auch Kreativität frei. Vielerorts blüht Street Art und eine Initiative malt Treppen bunt, um ein Gegengewicht zur alltäglichen Tristesse zu setzen.

beirut-doubters-welcome

 

Hintergrund: Schi’iten

Nach Muhammads Tod gab es einen Streit um seine Nachfolge. Die Anhänger der Schia (eigentlich: „Partei“, nämlich der Partei Alis) forderten, dass Muhammads Schwiegersohn Ali Kalif (d. h. „Stellvertreter“) Muhammads) würde. Doch zunächst wurde ein anderer Nachfolger bestimmt. Nach blutigen Auseinandersetzungen konnte Ali schließlich doch Kalif werden. Doch er wurde ermordet. Auch Alis zweiter Sohn Husain, der später Kalif geworden war, wurde gewaltsam getötet. Diese Auseinandersetzung begründet die bis heute unversöhnliche Spaltung unter den Moslems in deren Hauptrichtungen der Sunniten und der Schiiten.

Weinend feiern: das Ashoura Fest

Jedes Jahr feiern die Schiiten, die kleinere der beiden Hauptrichtungen des Islam, Ashoura. In diesen Tagen erinnern sie sich gemeinsam an den Tod der Kalifen Ali und Husain.

Wir hatten die Gelegenheit, mit unserem Islamkurs ein solches Fest zu besuchen. Als wir auf unserem Weg zum schiitischen Viertel kamen, hielten uns Männer mit Funkgerät oder Mobiltelefon an und gaben die Größe unserer Gruppe weiter, bevor wir unseren Weg fortsetzen konnten. An der letzten Station stand ein Auto quer, Waffen wurden offen getragen. In der Nähe unseres Zielortes wurden auch unsere Rucksäcke durchsucht. Dann durften wir weiter. Die Männer wurden von den Frauen getrennt. „Weinend feiern: das Ashoura Fest“ weiterlesen

Aufgelesen:

„If we are to avoid giving false testimony against our neighbour (Exodus: 20:16), it is essential that Christians should allow Muslims to define themselves and therefore recognise that most Muslims would want to distinguish between ‚Muslims‘, ‚Islamists‘ and ‚Muslim/Islamist terrorists‘.

While the parallel is not exact, one could say that a Muslim studying terrorism in Northern Ireland in recent years would have similar needed to distinguish between Christianity, the Roman Catholic Church and the IRA.“

Colin Chapman: „Christian responses to Islam, Islamism and ‚Islamic terrorism“; in: Cambridge Papers, Volume 16,2, 2007.

Saint Luke’s Center for mentally disabled children: Besuch am 30.09.2016

St. Luke’s befindet sich in Beit Mery in 750 m Höhe im Libanon-Gebirge, ca. 15 km entfernt von Beirut und wird von der Anglikanischen Kirche getragen (Episcopal Diocese of Jerusalem; der libanesische Sitz befindet sich in der NEST). Seit 2004 ist die 1964 gegründete Einrichtung dort angesiedelt. Sie befindet sich jetzt in einem neu errichteten und sehr schön ausgestatteten Gebäude mit einem wundervollen Blick auf die Berge.p1020416
Derzeit werden 58 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 5 und 18 Jahren dort gefördert. Sie haben unterschiedliche geistige Behinderungen leichten bis mittleren Grades. Während der Woche werden sie in der Einrichtung betreut, am Wochenende und in den Ferien kehren sie zu ihren Familien zurück. Sie kommen zumeist aus eher ärmeren Familien aus der Umgebung. Da es in der Gegend viele christliche Familien gibt, gehören die meisten einer christlichen Kirche an; es sind aber auch Kinder aus drusischen, sunnitischen und schiitischen Familien darunter.

„Saint Luke’s Center for mentally disabled children: Besuch am 30.09.2016“ weiterlesen